Deutsches Rotes Kreuz - Ortsverein Blaustein
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Blutspenden

Fahrplan - Wie läuft eigentlich eine Blutspende ab?

1. Wir benötigen ihre Personalien

Ihre Personalien müssen anhand eines gültigen amtlichen Personaldokuments, z.B. eines Personalausweises oder Reisepasses aufgenommen werden. Weiterhin benötigen wir Namen und Adresse Ihres Hausarztes. Bitte legen Sie uns bei jeder Spende Ihren Blutspender-Pass vor und teile Sie uns eine Änderung Ihrer Anschrift oder Ihres Namens mit.

2. Wir haben ein paar Fragen an Sie

Wer Blut spendet, muss gesund sein. Deshalb bekommen Sie an der Anmeldung einen Fragebogen zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte. Nehmen Sie sich die Zeit, ihn gewissenhaft auszufüllen und zu unterschreiben. Der Arzt wird ihn später erneut mit Ihnen besprechen - das ist nicht nur für uns wichtig, sondern sicher auch für Sie interessant. Bei Unklarheiten lassen Sie die Frage einfach unbeantwortet und klären sie im Gespräch mit dem Arzt.

3. Vertraulicher Selbstausschluss

Zur Sicherheit der aus Ihrem Blut hergestellten Präparate müssen wir Sie nach den geltenden Bestimmungen bitten, den vertraulichen "Selbstausschluss" in jedem Fall zu beantworten. Sie haben damit die Möglichkeit, diskret und anonym zu entscheiden, ob Ihre Blutspende für Patienten verwendet werden kann.

4. Ein kurzer Besuch beim Arzt

Nun gehen Sie zum Arzt, der Ihren Blutdruck, Puls und die Körpertemperatur überprüft. Außerdem wird er Ihnen einige Fragen stellen. Danach können Sie sicher sein, dass Ihr Gesundheitszustand eine Blutspende zulässt. Sollte dies aus gesundheitlichen Gründen nicht der Fall sein, so werden Sie von der Blutspende zurückgestellt. Unser Arzt wird Sie in diesem Fall darüber aufklären, wann Sie erneut Blut spenden dürfen.

5.) Achtung: es piekst!

Danach wird der Hämoglobin-Gehalt Ihres Blutes überprüft. Auf Deutsch: Wir müssen wissen, ob sich in Ihrem Blut die für eine Blutspende zulässige Menge an Blutfarbstoff befindet. Wenn dieser Wert die erforderlichen Kriterien nicht erfüllt, werden Sie diesmal von der Blutspende zurückgestellt - beim nächsten Mal ist wahrscheinlich wieder alles in Ordnung. Ein winziges Bluttröpfchen reicht schon für die Hämoglobin-Bestimmung. Deshalb der kleine Pieks in die Fingerkuppe, manchmal auch ins Ohrläppchen. Es tut bestimmt nicht weh! Ihr Blut wird gleich an Ort und Stelle untersucht, Sie können dabei zuschauen.

6.) Es hat nicht lange gedauert - schon kann die Blutspende beginnen

Wenn es soweit ist, staunt man, wie undramatisch es hier zugeht. Wenn Sie es sich auf einem freien Spendebett bequem gemacht haben, wird man sie noch mal nach Ihrem Namen und Geburtsdatum fragen, bevor die eigentliche Blutspende beginnt. Auch dies erfolgt nur, um Irrtümer sicher zu vermeiden.

Eine für die Blutabnahme geschulte Mitarbeiterin desinfiziert die Einstichstelle. Dann wird, natürlich mit sterilem Einwegmaterial, die Entnahmenadel in Ihre Armvene gelegt. Von diesem Einstich werden Sie kaum etwas spüren. Erst einmal wird ein kleines Beutelchen für die Untersuchungsröhrchen mit Blut gefüllt. Anschließend wird Ihnen ein halber Liter Blut entnommen, eine Menge, die einem gesunden Menschen in der Regel nichts ausmacht. Während Ihr Blut für die Spende entnommen wird, füllt unsere Mitarbeiterin die Untersuchungsröhrchen. Unmittelbar nach der Blutspende wird die Nadel entfernt. Danach soll sich Ihr Kreislauf stabilisieren, weshalb Sie unter Beobachtung ca. 10 Minuten liegen bzw. sitzen müssen.

Sollten Sie während der Blutspende ein Unwohlsein verspüren, sagen Sie bitte sofort unseren Mitarbeitern Bescheid!

In seltenen Fällen können bei der Blutspende Kreislaufprobleme, ein Bluterguss oder ein Entzündung der Einstichstelle auftreten. Um die Bildung eines Blutergusses zu verhindern, sollten Sie an der Einstichstelle nach der Blutspende ca. eine Minute lang abdrücken. Den angelegten Druckverband bitten wir Sie ca. 2 Stunden nach der Blutspende zu entfernen.

Die fehlende Blutmenge wird Ihr Körper schon nach ein paar Tagen ersetzt haben. Ihre Leistungsfähigkeit wird also durch die Blutspende nicht gemindert.

Eine Stunde ist vergangen. Sie haben Blut gespendet. Je mehr Menschen Ihrem Beispiel folgen, desto besser können wir vom DRK auch in Zukunft den Blutbedarf in Baden-Württemberg und Hessen sichern. Ihr Blut wird am nächsten Tag in einem unserer Institute untersucht. Dabei werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor festgestellt sowie je ein Test auf HIV (AIDS), Hepatitis B und C (Gelbsucht) und Syphilis durchgeführt. Sollte etwas Auffälliges festgestellt werden, erhalten Sie von uns eine schriftliche Information.

Viele haben ihn schon - den Unfallhilfe- und Blutspender-Pass

Wenn Sie zum ersten Mal Blut spenden, bekommen Sie Ihren Unfallhilfe- und Blutspender-Pass in den nächsten Wochen zugeschickt. Diesen tragen Sie bitte bei sich und bringen ihn dann bei jeder Blutspende wieder mit.

7. Vielen Dank - und guten Appetit

Anschließend bieten wir Ihnen im Imbissraum einen kleinen Imbiss und verschiedene Getränke zur Stärkung an, die z.B. von der örtlichen Rot-Kreuz-Gemeinschaft vorbereitet wurden. Im Imbissraum trifft man sich, isst, trinkt und hat den kleinen Blutverlust fast schon wieder vergessen. Warten Sie mindestens 30 Minuten bis zur Teilnahme am Straßenverkehr.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt bei uns sowie einen guten Verlauf der Blutspende und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen beim nächsten Blutspendetermin

Nochmals herzlichen Dank für Ihre Hilfe


Weitere Informationen erhalten Sie gerne unter der kostenlosen Info-Hotline 0800/11 949 11 sowie im Internet (www.blutspende.de)